CeBIT 2017 – Messehallen voller Drohnen, Cloud, Virtual Reality und Robotern

In dieser Woche war es wieder einmal soweit: die CeBIT 2017 lud zum Stelldichein der mehrheitlich  deutsch-europäischen  IT-Szene ein (selbst wenn in diesem Jahr Japan das Partnerland der Messe, jedoch für mich recht wenig sichtbar war). Und was waren die Themen?

Eingangsbereich der CeBIT 2017

Immer noch beeindruckend: die Architektur auf dem CeBIT Gelände

Immer noch beeindruckend: die Architektur auf dem CeBIT Gelände

Da war zunächst mal allgegenwertig: die Cloud und das Thema der Digitalen Transformation, dass auf jedem zweiten Plakat und auf jedem dritten Messestand prangerte. Amazon hatte sogar einen eigenen Stand in Wolken-Form aufgebaut, in der sie die diversen AWS Services vorstellten. An der Cloud kam man also in diesem Jahr (wieder einmal) nicht vorbei.

Der Messestand der AWS auf der CeBIT

Der Messestand der AWS auf der CeBIT

Und die Digitale Transformation schwang bei nahezu allen Diskussionen auf dem Messegelände irgendwie mit: Warum man sich digital aufstellen muss. Welchen großen Fehler man macht, wenn man jetzt nicht schnell handelt. Und was vor allem der deutsche Mittelstand schon alles verschlafen hat. Ehrlich gesagt glaube ich persönlich davon nur die Hälfte: etwas später im Hype-Cycle zu sein schadet nicht unbedingt (wie man etwa auch beim Thema Cloud Computing sehen konnte) und viele deutsche Unternehmen sind schon ganz gut unterwegs in Sachen Digitaler Transformation.

Das andere für mich omnipräsente Thema war das Thema virtual reality: fast an jedem Stand lagen VR-Brillen herum, die einen in die verschiedene künstliche Welten entführten.

Virtual Reality Brillen wohin das Auge schaut.

Virtual Reality Brillen wohin das Auge schaut.

Teilweise noch in einem Comic-haften Versuchsstadium ohne echten a-ha Effekt. Teilweise sehr beeindruckend und von erschreckender Realität, wie ich selbst am Intel-Stand erfahren durfte. Gut, dass man aufgefordert wurde, sich hinzusetzen. Denn dem Flug aus schwindelerregender Wolkenhöhe in den rasenden Verkehrsstrom einer Großstadt hinein, hätte man stehend wahrscheinlich nicht Stand gehalten. Breath-taking!

Ach ja und Roboter gab’s, wohin man blickte: ob als „fake“ wie in diesem Roboter-Kostüm unten oder als künstlerische Darbietung wie bei Epson, wo zwei Roboter-Arme zu Techno-Beats kunstvoll tanzten. Oder als Mitmusiker an den Drums wie in Halle 2 – so einen könnte ich gut gebrauchen.

Ein Roboter spielt E-Schlagzeug

Ein Roboter spielt E-Schlagzeug

Ein Mensch im Roboter Kostüm

Ein Mensch im Roboter Kostüm

Tanzende Roboter im Techno-Beat

Tanzende Roboter im Techno-Beat

Tja, und dann konnte man einem weiteren Thema nicht entkommen: den Drohnen. So hatten die CeBIT-Macher recht spektakulär beim Eingang Nord einen kompletten „Park“ als „Drone Park“ deklariert und für Fußgänger gesperrt. Dort sah man dann aber meist leider nur eine verwaiste Drohne etwas gelangweilt über das Grün fliegen. Wesentlich beeindruckender war da schon die Unmanned Systems Arena in Halle 17, in der sich Drohnen Wettflüge lieferten, mit rasender Geschwindigkeit durch einen Parkour aus Tunneln und Säulen flogen und sich auch mal in den Netzen verhedderten, die zum Schutz der Zuschauer ringsum aufgespannt waren.

Bild eines Plakates mit dem Logo "Drone Park"

Die Unmanned Systems Arena in Halle 17: hier gab es Flugshows mit Drohnen

Die Unmanned Systems Arena in Halle 17: hier gab es Flugshows mit Drohnen

Eine futuristisch anmutende Drohne in Halle 17

Und 2018? Da findet die CeBIT im Sommer statt, nämlich vom 11.-15. Juni 2018. Und ehrlich gesagt ist das auch gut so: denn eingekeilt zwischen den Frühlings-Konkurrenzveranstaltungen des Mobile World Congress in Barcelona und der Hannover Messe Industrie (HMI) hatte es die CeBIT in den letzten Jahren auch ganz schön schwer. Da tut es gut, wenn sie jetzt im Sommer stattfindet, ein bisschen Party und Fiesta für junge Unternehmer à la Lollapalooza oder den Coolness-Faktor der South by Southwest (SXSW) mit im Gepäck hat, statt Regen und Grippewelle nach jeder März-Veranstaltung. Und wenn dann auch noch die Fußball-Weltmeisterschaft 2018  auf dem Messegelände beim Public Viewing beginnt und auch die Tüten- und Gadget-sammelnden End-Consumer endlich wieder mit von der Messe-Partie sein werden, dann kann es doch sein, dass es wieder ein bisschen so „wie Früher“ auf der CeBIT in Hannover sein wird: laut und voll und bunt. Ich würde es mir wünschen.

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