9 Tipps, die man als Hobby-Blogger im 1. Jahr beherzigen sollte

Am 07. September 2015 war es so weit, dass mein digarbeit-Blog das Licht der Welt erblickte. Jetzt feiert er (sorry, ich bin immer noch bei „der Blog“, nicht „das Blog“, auch wenn es wahrscheinlich korrekter wäre – allein: es will mir nicht über die Zunge) also seinen ersten Geburtstag und es ist Zeit, einmal Revue passieren zu lassen, was so alles passiert ist. Um es übersichtlich zu machen, gestalte ich diesen Rückblick mal wieder als Listicle und packe es unter dem Titel „9 Tipps, die man als Hobby-Blogger im ersten Jahr beherzigen sollte“:

  1. Überschätze nicht das Interesse an Deinem Blog

Ich war wirklich gespannt, wie groß das Interesse an einem neuen Blog sein würde, das – anders als beim Bloggen auf den bisherigen Plattformen, die mir beruflich zur Verfügung standen – ohne eine starke Internetseite, eine starke Markenbekanntheit, ein großes Redaktionsteam oder sogar Mediabudget auskommen musste. Heute weiß ich: es ist wirklich schwierig, Besucher auf seinen Blog zu bekommen, wenn man wie ich nur sehr unregelmäßig und recht wenig schreibt.

Knapp 1.300 Besucher haben sich seit einem Jahr auf digarbeit.com verirrt und dort ca. 2.100 Seiten aufgerufen. Das Interesse, vor allem aber die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit des Blogs hält sich also stark in Grenzen. Daher: Vor dem Start eines eigenen Blogs also bitte nicht zu hohe Erwartungen haben. Trotzdem war das Feedback, was ich von vielen Leuten bekommen habe, sehr positiv, was mich freut. Und mein Ziel, beim Schreiben Neues zu lernen, hat sich auf jeden Fall erfüllt.

  1. Unterschätze nicht den Schreibaufwand

Im ersten Jahr habe ich es immerhin auf 26 veröffentlichte Artikel in diesem Blog und einem Beitrag auf LinkedIn Pulse im Rahmen der Blogparade „Bloggen ohne eigenes Blog“ gebracht, was mich jetzt beim Durchzählen sogar selbst erstaunt hat. Gefühlt hätte ich erwartet, dass es wesentlich weniger Beiträge sind und ich keinen ca. 14-tägigen Veröffentlichungs-Rhythmus habe. Denn der Aufwand, Beiträge wirklich fertig zu schreiben, so dass man auch mit der Qualität zufrieden ist, darf nicht unterschätzt werden (selbst wenn man, wie ich als Pressesprecher, jahrelang nichts anderes gemacht hat, als Texte zu schreiben). Denn nach Feierabend und parallel zum Familien- und Privatleben auch noch einen Blog zu unterhalten, bedeutet echte Arbeit.

  1. Auch gute Bilder brauchen Zeit

Man sieht es meinen ersten Beiträgen an, dass ich das Thema Bilder (und vor allem Vorschaubilder) nicht wirklich gut umgesetzt bekommen habe. Inzwischen habe ich dies etwas besser im Griff, muss aber sagen, dass die Erstellung, Auswahl und Platzierung von guten Bildern und Grafiken immer noch ein recht zeitfressendes Thema ist. Daher auch diesen Aspekt nicht unterschätzen.

  1. Schreibe Ideen sofort auf und bringe die Geschichte schnell online.

Inzwischen schlummern bei mir auf WordPress sicherlich weitere 20 Artikel-Ideen, die ich irgendwann einmal zu Ende schreiben möchte, wenn denn die Zeit da wäre. Daher mein Tipp: Ideen sofort aufschreiben und gleich abends hinsetzen und fertig schreiben. Ansonsten passiert es, dass richtig gute Ideen zu lange im Verborgenen schlummern und vielleicht nie fertig geschrieben werden.

  1. Vernetze Dich so schnell es geht mit anderen Bloggern und tausche Dich aktiv aus.

Was wirklich super spannend war, war die Vernetzung mit anderen Bloggern im ersten Jahr. So waren meine Teilnahmen an den Blogparaden von Meike Leopold „Bloggen ohne eigenes Blog“ und von Dani Schenker vom Zielbar-Blog zur #Toolparade schöne Gelegenheiten, sich zu vernetzten. Die Jungs und Mädels von Socialhub (David, Sarah und Philipp) haben mich dann im Rahmen ihrer „Blogger Relations“ als Blogger gefunden und zur Rezension ihres Social Media Magazins eingeladen (was mir in der 2. Ausgabe, die letzte Woche erschienen ist, sogar eine Erwähnung im Printmagazin eingebracht hat – vielen Dank dafür!).

Hübscher Nebeneffekt des Vernetzens mit anderen Bloggern – vor allem im Rahmen von Blogparaden: man bekommt Links, die immer wieder neue Besucher auf das eigene Blog bringen. Vor allem aber lernt man tolle neue Leute und spannende neue Blogs kennen.

  1. Nutze Social Media Kanäle, um Deinen Blog zu promoten

Bloggen allein reicht nicht, um Leser zu erreichen. Man muss schon ganz schön aktiv auf anderen Social Media Kanälen sein, um Leser auf das eigene Blog zu locken. Ich selbst nutze hierfür am häufigsten meinen @digarbeit-Twitter-Account, auf dem ich in nur einem Jahr jetzt 1.100 Follower gewinnen konnte, was ebenfalls ein schöner Nebeneffekt beim Bloggen ist. Zudem ist auch mein LinkedIn-Account eine gute Traffic-Quelle.

  1. Springe auf aktuelle Themen auf

Einer der meistgelesenen Beiträge im Blog war der Artikel, den ich nach dem Kino-Besuch von Star Wars „Das Erwachen der Macht“ geschrieben hab: „3 Dinge, die ich von Star Wars über die Zukunft unserer digitalen Kommunikation gelernt habe“. Denn er bezog sich direkt auf ein Thema, dass zu diesem Zeitpunkt eines der am häufigsten gesuchten Stichworte in den Suchmaschinen war und so auch Besucher auf meine Seite brachte. Es nutzt also durchaus sich Trendthemen rauszusuchen und darüber zu schreiben. Auch wenn ich jetzt nicht soweit gehe und meine Beiträge nach Keywords ausrichte. Dafür reicht mein Ehrgeiz dann doch noch nicht.

  1. Nutze Events, um Deinen Blog zu promoten.

Den größten Zugriff auf meinen Blog hatte ich während eines Online-Seminars mit ca. 150 Teilnehmern, die ein Thema diskutierten, zu dem ich auf meinem Blog kürzlich etwas geschrieben hatte. Es ging um die Frage, welche Social Media Tools nützlich sind, und da konnte ich prima auf meinen Artikel „224 Online-Werkzeuge für Social Media Manager und Blogger“ verlinken, was in Summe einen neuen Besucherrekord an diesem auf meinen Blog brachte. Und auch andere Events zeigten sich als hilfreich, um a) neue Blog-Inhalte zu generieren und b) die Teilnehmer der Events auf den Beitrag zur Veranstaltung via Twitter-Hashtags hinzuweisen.

  1. Schreibe auch mal englischsprachige Blog-Beiträge

Interessant ist, dass ich regelmäßig Besucher aus englischsprachigen Ländern wie den USA, Australien oder Großbritannien auf meinem Blog habe, weil bestimmte Stichwörter wie „social selling“, „blogging“ u.a. natürlich auch von englischsprachigen Suchmaschinen gefunden werden. Daher scheint es ratsam zu sein, hin und wieder auch mal auf Englisch zu bloggen, was ich im nächsten Jahr meines Bloggertums auch mal ausprobieren will.

Jetzt bedanke ich mich erst einmal bei allen Lesern, die immer mal wieder den Weg zu mir in den Blog finden und freue mich auf das 2. Jahr als Blogger auf digarbeit.com.

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4 Responsesso far.

  1. Uli Brüß sagt:

    Lieber Jörg,
    ein toller Beitrag. Es ist toll hier so viel Interessantes zu lesen!
    Liebe Grüße von einem alten Kampfgefährten aus Bonner Lateinzeiten.

    Uli Brüß

    • J_Wassink sagt:

      Hallo lieber Uli, schön von Dir zu hören und Danke für Dein Feedback hier zu meinem Blog. Schick mir doch mal Deine Kontaktdaten und lass uns mal wieder quatschen. Lieben Gruß, Jörg

  2. J_Wassink sagt:

    Hallo Sascha, dank dir für das Lob! Freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat. Ich habe den Eindruck, dass es in der Tat vielen Bloggern so geht und „Reichweite“ tatsächlich nicht der Motivationsgrund Nummer eins sein kann, um einen Blog zu betreiben, sondern – wie du schreibst – eben die persönliche Begeisterung und der Spaß daran, durch das Schreiben Neues zu entdecken und zu lernen. Trotzdem freut es mich natürlich, wenn man – etwa durch Kommentare wie Deinen – merkt, das die eigenen Beiträge gelesen werden und ankommen. Vielen Dank dafür und liebe Grüße, Jörg

  3. Super schöner Artikel für alle, die dem Irrglauben aufsitzen, das man kaum mit dem bloggen beginnt – schon riesige Reichweite hat. Da hilft einfach nur durchhalten, was mit dem richtigen Thema, wodurch persönliche Begeisterung von allein entsteht, nicht schwer fallen sollte.

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